Positiv ins Auge fällt die Tatsache, dass der tatsächliche Zeitaufwand mit der Vorgabe übereinstimmt. Es werden immer Blöcke mit 5 Fragen gestellt, die beantwortet werden müssen. Darüber steht folgende Frage: „Wie interessant stellen Sie sich die folgenden Beschäftigungen vor?“ Tja und da wird so ziemlich alles gefragt. Ob man als Aushilfe tatsächlich gerne sortiert und so weiter. Mhm, also großes Interesse weckt das nun nicht am „Aushilfsdasein.“ Aber gut, auf den folgenden Bildern sind die Interessen sowie die Fertigkeiten des Kandidaten in Balkendiagrammen abgebildet.
Nach eingehender Beantwortung zeigt die Auswertung der Fertigkeiten auf Platz eins die emotionale und intuitive Begabung des Kandidaten. Platz zwei und drei belegen Ausdrucksfähigkeit und Handgeschicklichkeit. Zwar ist das ganz im Sinne des Kandidaten und seiner persönlichen Auffassung, was die Neigungen betrifft. Jedoch stellt sich die Frage, was er damit jetzt anfangen kann. Und das ist das Hauptproblem: Jeder Nutzer muss beim Berufsneigungstest eine Transferleistung schaffen, nämlich die Interpretation der vorliegenden Ergebnisse. Denn dabei handelt es sich mitnichten, wie vielleicht zu Beginn angenommen, um die Feststellung, dass man eher zu diesem oder jenem Beruf neigt. Es werden keine Empfehlungen für Berufsprofile oder Branchen gegeben. Sonst hieße der Test ja Berufsauswahltest und nicht Berufsneigungstest. Und insofern können die Macher der WirtschaftsWoche auch beruhigt sein: Sie wecken keine Erwartungen, die sie nicht erfüllen können. |
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