Sodann wird begonnen. Zunächst muss man ein paar formale Dinge klären, etwa den eigenen Status angeben. Es folgt die Aufnahme der bisherigen Berufserfahrung, etwa durch Praktika, Auslandsaufenthalte sowie Studienschwerpunkte. Alles aber in einem vernünftigen Umfang, der zu bewältigen ist. Da die Ergebnisse pro Seite immer gespeichert werden müssen, scheint das System bei den folgenden Fragen in Bezug auf die berufliche Zukunft sowie die eigenen soft skills immer Bezug auf die zuvor eingegebenen Tätigkeiten und Erfahrungen zu nehmen, was durchaus positiv ist. Was ein wenig irritiert, ist, das trotz der klaren Fragestellungen keine Angabe vorhanden ist, wie viele Fragen noch zu beantworten sind. Dies würde es dem Benutzer einfacher machen, den noch vor ihm liegenden Aufwand einzuschätzen.
Nach den Fragen zur beruflichen Zukunft folgen Logik-Tests. Dabei gilt es, „in Zeichnungen dargestellte logische Regeln zu erkennen und korrekt fortzuführen.“ O la la, das ist echt kompliziert und erfordert volle Konzentration. Der Kandidat merkt sofort seine innere Ablehnung bei dieser abstrakten „Zeichensprache“. Aber er macht weiter und fühlt sich so langsam wie ein VW-Käfer: er läuft und läuft und läuft… Im Anschluss folgen noch einmal logische Testfragen, die in zwölf Minuten zu bewältigen sind. Jetzt setzt sich so langsam am Rand ein „Wie-viel-man-schon-erledigt-hat-Balken“ in Bewegung. Schließlich erfolgt ein „verhaltenssituativer Test.“ Da werden aber interessante Fragen gestellt, wie zum Beispiel: „Wenn wirklich viel zu tun ist, kotzt mich meine Arbeit regelrecht an.“ Und jetzt soll der Kandidat äußern, ob das voll zutrifft oder überhaupt nicht. Naja, hängt wohl auch davon ab, wie man selber gerade drauf ist, nicht wahr? |
|