Der KarriereKOMPASS hat insgesamt das Nachsehen im Vergleich zur Konkurrenz. Das hat mehrere Ursachen: Erstens wird nur über Umwege deutlich, wer hinter dem Test steht. Es ist die Firma Centraltest, ein in Frankreich ansässiger Anbieter von onlinebasierten Berufs- und Karrieretests. Dementsprechend läuft auch die ganze technische Unterstützung über sie. Eigentlich kein Problem, doch E-Mails werden nicht oder mit erheblicher Verzögerung beantwortet. Positiv ist die kurze Bearbeitungszeit zu bewerten, die aber den Haken hat, dass man keine Auswertung bekommt. Da ist die WirtschaftsWoche mit Abstand bessser aufgestellt. Als einziger Test ist KarriereKompass teilweise kostenpflichtig, denn die Auswertung der 72 Fragen muss bezahlt werden. Prinzipiell kein Problem, aber im vorliegenden Fall von Nachteil, weil die übrigen Tests zeigen, dass es auch anders geht. Die Validität lässt vieles offen, der Test wird seinem eigenen Anspruch nicht gerecht, dem Nutzer die „richtige berufliche Richtung vorzugeben“. Grundsätzlich lässt sich vortrefflich darüber streiten, ob das überhaupt sinnvoll ist. Zudem verfügt der KarriereKompass wie auch der Test der WirtschaftsWoche über keine gesichterte Internetverbindung und ist damit einsehbar für Dritte. Schließlich lässt die Seriosität zu wünschen übrig: Kein anderer Test bewahrt die Daten des Nutzer so lange auf, nämlich ganze 2 Jahre. Warum das so ist, erfährt der Nutzer nicht. |
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