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JobSpezial Oktober 2008
Jobmessen: Masse statt Klasse?
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 IKOM. Mhm, ein seltsames Wort. Wofür es wohl stehen mag? Genau: es ist die frühere Bezeichnung für „Industriekontakte München.“ Tja, wenn man es erst mal weiß… ein herzliches Dankeschön an Wikipedia. Man sagt die IKOM, denn es ist ja eine Jobmesse. Also, mal sehen was Herr Hörner, der Pressesprecher der IKOM so sagt. Das was er sagt, ist recht interessant, denn die IKOM existiert seit 1989 und wurde von Studenten für Studenten ins Leben gerufen. Neben der „normalen“ dreitägigen IKOM, die jährlich Ende Juni stattfindet, gibt es noch die „Spezialmessen“ IKOM Life Schiences und die IKOM Bau.
Herr Hörner unterstreicht, dass die IKOM eine reine „Non-Profit-Organisation“ ist und ihre Mitarbeiter ehrenamtlich tätig sind. Zielgruppe der IKOM waren früher vor allem Studierende im Bereich Maschinenbau. Inzwischen sind neben Elektrotechnik weitere technische Studienrichtungen hinzugekommen. Letztlich, so Hörner, spiegelt das Zielgruppenprofil der IKOM jenes der Technischen Universität München wider. Immerhin richtet sich die IKOM vor allem an die Studierenden und Absolventen der Technischen Universität, was aber nicht heißt, dass etwa Besucher anderer Universitäten ausgeschlossen würden. Ganz im Gegenteil. |
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Die IKOM ist für Besucher kostenlos. Und nicht nur das: Vor und während der dreitägigen Messe sowie über das ganze Jahr verstreut werden Exkursionen und Trainings zu verschiedenen Themen – Assessment-Center oder Bewerbungen schreiben – angeboten, die kostenlos besucht werden können. Damit bietet die IKOM den Standard anderer Messen. Die Aussteller sind mit der IKOM in den letzten Jahren sehr zufrieden gewesen, was auch an den steigenden Ausstellerzahlen abzulesen ist: 2007 waren es 180 Unternehmen, 2008 schon 193. Die Kosten für einen Stand betragen 1.900 Euro. Was ist darin enthalten? Nun, eine ganze Reihe an Leistungen. Die vielleicht entscheidende ist der Eintrag im Messekatalog inklusive Anzeige. Das Heft hat eine Auflage von 10.000 Stück und wird vorab verteilt. Darin sind nicht nur detaillierte Informationen zu den auf der Messe vertretenen Unternehmen, sondern auch zu den von ihnen zu besetzenden Stellen. Das ermöglicht den 10.000 Besuchern – Tendenz steigend – vor und während der Messe gezielt auf Unternehmen zuzugehen.
Zudem wird in Zusammenarbeit mit dem Career Service der Technischen Universität München eine Online-Jobbörse angeboten, in der rund 2000 Jobs verzeichnet sind. Der Zugang ist öffentlich. Des Weiteren ist es möglich, sich auf der IKOM-Internetseite zu registrieren. Im Anschluss erhält der Interessiert regelmäßig E-Mails mit Veranstaltungshinweisen. Die Hinterlegung des eigenen Profils dient ebenfalls bei der Vereinbarung von Einzelinterviews mit Unternehmensvertretern an den Messetagen. Grundsätzlich müssen sich hier, um Kontakt aufzunehmen, sowohl die Bewerber als auch die Unternehmen anmelden. Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis gibt das IKOM-Team dann die passenden Daten an das entsprechende Unternehmen weiter. |
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Grundsätzlich will aber die IKOM, so Hörner, die (Eigen-) Initiative der Studenten zur Kontaktaufnahme mit den Unternehmen fördern, was durchaus vernünftig klingt. Ein bisschen was tun sollten die Studenten nun auch für ihr Glück. Das Beratungsangebot wird vorab durch Kooperationspartner gewährleistet, die Seminare und Trainings, etwa Bewerbungsmappenchecks oder Anfertigung des Lebenslaufes, durchführen.
Die obligatorische Frage, ob die Imagepflege der Unternehmen nicht doch im Vordergrund der Messe stehe, beantwortet Herr Hörner sachlich und unmissverständlich: „Im Vordergrund der IKOM stehen die Bedürfnisse der Zielgruppe.“ Dies scheint der Fall zu sein. Jedenfalls belegen das die sehr positiven Ergebnisse der Umfrage unter den Studenten nach der Messe. Schließlich weist Herr Hörner ausdrücklich daraufhin, dass „reine Werbertreiberei“ durch Unternehmen mit dem Ausschluss von der Messe geahndet wird. Und dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein großes oder ein kleines Unternehmen handelt. Das ist nur konsequent und ganz im Sinne der Bewerber. Diese bringen schließlich laut der Befragung von Unternehmen auch die geforderte „Qualität“ mit, weshalb es nur rechtens ist, ihnen und den Unternehmen nicht den Weg zur Kontaktaufnahme durch sinnlose Werbeaktionen zu verstellen.
Abschließend noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Hörner für das offene und freundliche Gespräch sowie die Flexibilität, da es erst kurzfristig zustande kam.
Weiter zur konaktiva Dortmund und Darmstadt |
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