In Bezug auf die Dauer der aktuellen Wirtschaftskrise hat der Wirtschaftsjournalist für Bewerber keine frohe Kunde: „Ich rechne eher damit, dass die Krise über 2009 hinaus anhält. Mit einer deutlichen Erholung auf dem Arbeitsmarkt rechne ich erst im zweiten Halbjahr 2010“, so Mai.
Nun könnte man meinen, dass Bewerber gerade jetzt, in einer Phase, in der Entlassungen drohen und Einstellungsstopps vermehrt aufgelegt werden, sich noch intensiver um eine optimale Bewerbungsstrategie bemühen müssten. Weit gefehlt: „Das ist purer Aktionismus“, sagt Mai. Beim Bewerben, so der Jobexperte, komme es darauf an, sich „als der ideale Kandidat mit den besten Talenten für die Stelle zu verkaufen“. Dazu müsse man aber eben erst einmal sein Ziel und die Bedingungen des avisierten Jobs genau kennen. „Wer nicht weiß, was und wohin er will, wird dabei nicht erfolgreich sein“, sagt Mai. Dass der eine oder andere Absolvent nicht sofort nach dem Studium weiß, wohin die Reise gehen soll, kommt zwar vor. Aber dann solle man die Zeit danach lieber zur Orientierung nutzen, statt ziellos Bewerbungen zu verschicken, die wenig Aussichten auf Erfolg haben. Das zermürbe nur. |
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