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JobSpezial Dezember 2008
Eigenmarketing: Für viele Bewerber ein Fremdwort!
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| Die Perspektive der Personaler |
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Personaler, Personalentscheider oder Recruiter: Für Bewerber sind Menschen in solchen Positionen meist suspekte Wesen. Wesen von einem anderen Stern, die im E-Mail-, Telefon- oder Postverkehr lediglich äußern, dass die „Durchsicht der Bewerbungsunterlagen wegen der Vielzahl noch andauern wird und man sich doch bitte gedulden soll“, „noch nichts entschieden ist“ oder „man bitte am X. in X um 9:00 vorstellig werden solle“. Damit besitzen Personalentscheider sowohl über die künftige Personalentwicklung des jeweiligen Unternehmens als auch über die berufliche Zukunft eines Bewerbers großen Einfluss.
Aber was geht Personalern durch den Kopf, sobald ihnen eine Bewerbungsmappe auf den Tisch flattert?
Zunächst gehen Personaler von folgendem Grundsatz aus: Der Bewerber bewirbt sich. Das klingt zwar ganz logisch, ist Vielen jedoch gar nicht so bewusst. Gerade in solchen Fachgebieten, in denen Bewerber vermittelt bekommen, sie müssten sich eigentlich nur zurücklehnen und gefunden werden, kann das schnell ins Auge gehen. Denn Bewerben bedeutet, aktiv auf sich aufmerksam zu machen, nicht sich passiv auf seinem Abschluss auszuruhen.
Im Wortsinn hat der Status als Bewerber für Personaler also folgende Bedeutung: Der Kandidat bewirbt sich auf eine vom Arbeitgeber angebotene Position. Der Arbeitgeber wählt einen oder mehrere aus. Nicht mehr, nicht weniger.
Ob nun das Unternehmen oder der Bewerber am „längeren Hebel sitzt“, entscheidet letztlich der Markt – und der ist unberechenbar. Herrschen plötzlich Einstellungsstopps usw. vor, wird es auch für die passend qualifizierten Bewerber schnell schwer. Schließlich hängt die Entscheidung über eine Einstellung vor allem auch von ökonomischen Faktoren ab. Unternehmen sehen neue Mitarbeiter primär als Investition, die sich in der Zukunft auszahlen soll.
Bewerber bekommen den entsprechenden Job, wenn ihr Angebot auf die Stelle passt. Dies gilt es, durch geschicktes Eigenmarketing gut zu vermitteln. Dabei ist es für das Unternehmen nicht nur wichtig, herauszufinden, ob der Bewerber fachlich passt. „Mindestens genauso wichtig ist für einen Arbeitgeber, so Juliane Brauer, Head of Recruiting von alma mater, das der Kandidat gut in sein zukünftiges Umfeld passt und glaubwürdig vermittelt, dass er die Position wirklich will. Wenn ein Entscheider das Gefühl hat, dass der Bewerber sich schon bald mit Abwanderungsgedanken tragen könnte, weil er eigentlich ein ganz anderes Ziel vor Augen hat, liegt die Absage meist nahe.“
Wenn man die Anforderungen an die Position erfüllt, seine Person geschickt in Szene setzt und wirkliches Interesse an einem Job vermittelt, sollte einer positiven beruflichen Zukunft eigentlich nichts im Wege stehen. Das Einzige, was jetzt noch ein Bewerbungsverfahren zum Scheitern verurteilen könnte, sind ad hoc-Sparmaßnahmen wie Stellenstreichungen wegen plötzlich verschlechterter Auftragslage in Folge wirtschaftlicher Rahmenbedingungen oder emotionale Differenzen mit den künftigen Kollegen.
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